An diesem Sonntag wollten wir früh los und sind dann wegen der Wäsche und Brenda erst Mittags weg gekommen. Vom Busterminal Roberto Huembes in Managua geht es los, dort können wir auch direkt nachfragen wann Busse nach San Juan del Sur abfahren, da dies ja für den nächsten Tag ansteht.
Im Terminal selbst ging es leicht chaotisch zu und jeder Busfahrer hat versucht uns zu erklären, dass sein Zielort viel besser sei. Mija wusste zum Glück noch genau wo der richtige Bus abfährt und nach kurzer Info vom Fahrer wussten wir, dass noch genug Zeit ist etwas zu essen zu kaufen. Litschis, Tamales (Maisbrei fest zusammengepresst und in ein Bananenblatt gewickelt) und ein Hamburger werden mitgenommen. Diese verzehren wir zufrieden während der Busfahrt über die nicht ganz so schöne Strecke nach Masatepe, zurück nehmen wir dann den anderen Weg, verspricht Mija.
Gegen halb vier Uhr Nachmittags kommen wir in Masatepe an. Wir steigen ein wenig vor der Endhaltestelle aus und beginnen mit einer kleinen Tour, entlang der wichtigsten Orte aus Mijas Zeit hier.
Angefangen bei ihrer Arbeit, die leider geschlossen hat, etwas sehr untypisches, und deshalb nicht besichtigt wird. Weiter geht es zu der kleinen Bäckerei, bei der wir versuchen Conos zu kaufen. Mit Pudding gefüllte Waffelhörnchen, leider sind die aus, sodass wir nur einen sehr süßen Maracujasaft von der Familie gegenüber kaufen.
Der weitere Weg führt uns hinter der Kirche entlang, vorbei an Mijas WG und dem Lieblingsrestaurant, hin zum Parque Central, dort verweilen wir aber noch nicht sondern machen uns auf zu einem kleinem Café, etwas weiter weg vom Zentrum.
Dort lassen wir uns mit Waffeln, Quesadillas und Kaffespezialitäten verwöhnen.
Nachdem wir fertig, satt und glücklich sind geht es dann endlich in den Parque Central und zur Kirche. Dort machen wir ein paar Fotos, schöner Weise auch von innen, die Kirche hat Mija nämlich noch nie von innen gesehen.
Anschließend möchten wir mit dem Bus heim, wir finden jedoch keinen am Parque und fragen einen Herrn der dort steht wo die sonst abfahren. Der erklärt uns, jetzt gäbe es keine Busse mehr, dazu sei es zu spät, wir müssen zum Nachbarort San Marcos. Also nehmen wir ein Minitaxi zur Hauptstraße und warten dort auf einen Bus, denn so richtig glauben können wir das nicht. Es ist ja auch erst kurz nach fünf und noch hell. Nach ein paar Minuten wird uns jedoch klar, dass dies zu stimmen scheint. Also doch in einen sehr vollen Bus nach San Marcos. Dieser setzt uns auch brav ab und an der Ecke, an der die Busse nach Managua abfahren stehen noch einige Leute. Soweit so gut.
Nach gut 30 Minuten kommt ein Bus zu einem anderen Ort in der Nähe und alle außer uns und einem weiteren Herrn steigen ein. Er sagt er müsse auch nach Managua, und denkt um 18 Uhr fährt noch einer.
Irgendwann ist es 18:15 und wir fragen nach, welche Pläne der Herr hat, wenn doch keiner fährt. Er kennt einen Pastor bei dem er übernachten kann, Notfalltaxi teilen wird also schonmal nichts.
Prompt fährt auch ein Taxi an uns vorbei, es will nur zum Nachbarort und erklärt uns es fährt ja auch kein Bus mehr, und beim richtigen Preis würde er uns fahren. Wir lehnen ab und hoffen doch noch auf den Bus. Da Taxifahrer allgemein eher wenig vertrauenswürdig sind und Busse gerne zu spät kommen, hoffen wir auf diese Option.
Langsam wird es immer später, die Hoffnungen schwinden und eine hilfsbereite Dame kommt an uns vorbei. Sie bietet an mit uns ein Taxi für einen vernünftigen Preis zu suchen, die Hospedaje in der Nähe ist leider sehr teuer und damit keine Option. Also fragen wir verschiedene Taxis an, der erste Fahrer möchte 1000C$, also etwa 27€. Das lehnen wir ab, da es definitiv zu teuer ist, egal wie aussichtslos unsere Lage auch sein mag.
Wir fragen weiter und der nächste Fahrer findet die Strecke zu weit, glücklicherweise kennt die Dame einen Taxifahrer persönlich und bittet ihn uns zu fahren. Nach einigem hin und her einigen wir uns auf 600C$, also gut 16€. Immer noch sehr teuer, aber wir befürchten besser wird es nicht. Und immerhin kommen wir so wieder nach Hause. Die Fahrt führt übrigens tatsächlich über die versprochene schöne Strecke, nur leider ist es bereits stockfinster. Der Taxifahrer bringt uns außerdem bis fast vor die Haustür, sodass wir das Taxi innerhalb Managuas schonmal sparen.
Bei Brenda angekommen, hat diese sich schon Sorgen gemacht, in der Nähe seien wieder Demonstration in einer Kirche gewesen und einige Polizisten seien unterwegs. Wir sind auch tatsächlich sehr spät erst bei ihr und so lassen wir den letzten Abend in Managua mit 12 Jahre altem Flor de Caña und Gesprächen ausklingen.