Die Vorbereitungen laufen bei weitem nicht so wie sie sollen. Bei BMW bekommt man keine Werkstatttermine, es sind keine guten Reifen lieferbar und die Transportkosten sind explodiert. Ich telefoniere alle Motorradwerkstätten im Umkreis ab, auch die Freien, ein Servicetermin ist frühestens Mitte/Ende Juli zu bekommen. Bei BMW in Schwandorf allerdings mischt sich eine Mitarbeiterin im Hintergrund mit ein, es habe heute Vormittag jemand einen Termin abgesagt. Sofort schlage ich zu, bei den neuen Reifen muss ich einen Kompromiss eingehen. So kann ich den neuen Heidenau K60 Ranger testen, der gerade im Offroad-Bereich deutlich an Qualität gegenüber dem K60 Scout, der seit Monaten nicht mehr lieferbar ist, zugelegt haben soll, allerdings auf Kosten der Lebensdauer. Der von mir gewünschte Conti TKC 70 (Rocks) ist leider ebenfalls auf absehbare Zeit nicht lieferbar.
Nach langer Wartezeit kommt endlich eine Rückmeldung der Spedition, anstatt den ursprünglich angepeilten 1700€ muss ich mittlerweile mit 4500€ rechnen. Einfache Strecke, nur für das Motorrad. Insgesamt benötige ich aber drei Flüge mit Motorrad, Europa nach Alaska, Panama nach Kolumbien, und Südamerika nach Europa. Wie schnell sich die Situation an den Flughäfen und mit den Transportkosten entspannt, ist nicht abzusehen. Air Canada, die einzige mir bekannte Fluggesellschaft wo man ohne Spedition ein Motorrad selbst mitnehmen kann, gibt seit Wochen keine Antwort. Eine weitere Spedition ist im Urlaub. Da ich nicht riskieren will, zwischen 12000€ und 15000€ nur an Transportkosten zu bezahlen, wird der Plan geändert. Anstatt nach Alaska geht es erstmal ans Nordkap, der einzige Transport soll mit der Bahn von München nach Hamburg gehen, und wenn es nicht klappt ist es einfach möglich die Strecke selbst zu fahren. Zurück dann über Finnland und das Baltikum, hunderte Kilometer direkt an der russischen Grenze entlang. Ich bin gespannt, ob man die erhöhte NATO Präsenz dort erleben kann.