Nach dem Frühstück packe ich mein Motorrad und das erste angepeilte Zwischenziel ist Garmisch. Es geht bei viel Sonnenschein auf schönen Straßen gut vorwärts. In einer Pause wird es Zeit eine Unterkunft zu suchen und stelle fest, dass Garmisch extrem teuer ist. Laura findet jedoch in der weiteren Umgebung eine super Unterkunft zu einem Spotpreis, also gibt es ein neues Ziel. Ein Gewitter zieht auf und eine gute Stunde geht es durch heftige Regenschauer, teilweise sehe ich keine 100m weit. Während andere Biker bei Tankstellen Schutz suchen, bin ich wieder mal heil froh um meine GoreTex Kombi, die sich schon mehrfach bestens bewährt hat.

Zum Gasthaus Krone in Übersaxen führt eine tolle Bergstraße, optimal für Biker. Auch das Wetter ist wieder besser. Dort angekommen bekomme ich einen besonders günstigen Preis dafür dass ich nicht über Booking gebucht habe. Ich bin deutlich weiter gefahren wie geplant, also geht es nur kurz unter die Dusche und ins Bett. Am nächsten Morgen werde ich von einem super Frühstück am Tisch angerichtet überrascht. Für einige vielleicht ein wenig zu sehr auf Wurst und Käse ausgerichtet, aber für mich jetzt gerade der perfekte Start in den Tag.

Danach geht es durch die Schweiz nach Italien. Tolle Bergstraßen, entspanntes Fahren und ein unglaubliches Panorama begleiten mich bis zur Grenze. Der Abstieg von den schweizer Bergen nach Italien lassen die Temperaturen drastisch steigen. Bei über 30°C geht es zu einem süßen kleinen Hotel in den Bergen, mit einer Zufahrtsstraße, die für sich genommen schon den Weg lohnt. Ich komme früher an als geplant und habe am Abend noch Zeit auf eine kleine Wanderung auf den Berg. Der Weg ist steil, aber die Aussicht entschädigt. Danach geht es ins Bett. Am nächsten Morgen gibt es ein eher enttäuschendes Frühstück, besonders der Kaffee ist kaum genießbar, was gerade in Italien sehr komisch ist.

Dann geht es nach Como, immer am See entlang, wo ich mit Laura bei einem Motorradgeschäft verabredet bin. Zwischendurch regnet es immer wieder, aber nur kurz, danach kommt die Sonne immer wieder raus. Ein Mittagessen hole ich mir bei einem Aldi und koche auf dem Parkplatz guten Kaffee. Jetzt bin ich froh dass ich den Gaskocher und meinen Kaffeepot doch mitgenommen habe. Dann treffe ich Laura und wir finden auch einen passenden Helm. Dann suchen wir noch ein Hotel in der Nähe, es ist schon spät und wir wollen nicht mehr weit fahren. In der Umgebung sind leider alle Gasthäuser geschlossen, aber an der Rezeption bekommen wir eine Telefonnummer von einem Lieferdienst und lassen uns Pizza kommen.

Nach einem weiteren enttäuschenden Frühstück, aber immerhin mit genießbarem Kaffee, geht es die nächsten Tage sehr unspektakulär über den Norden von Italien, die Schweiz, Österreich, nochmal kurz durch Italien, wieder nach Österreich und durch Slowenien nach Kroatien. Garmin übertrifft sich zwischendurch selbst mit skurrilen Fehlern, doch Papierkarten vom ADAC helfen im Zweifel weiter.
