Ein paar Tage in Schweden bei Freunden verbringen, da freut sich die kleine Emma über deutschsprachigen Besuch und ich werde sofort zum Spielen eingespannt. Da lerne ich Peppa Pig zum ersten Mal kennen und darf die Geschichte vom Grüffelo vorlesen. Außerdem lerne ich die sehr gut ausgebauten schwedischen Kinderspielplätze und die schönen Badeseen kennen.

Die Tage vergehen viel zu schnell, und es geht nach knapp einer Woche weiter nach Heide. Auf dem Weg dahin geht es zu einem Zwischenstopp in ein schönes Café, wo ich einen unserer Werkstudenten aus der Arbeit treffe. Schön dass das zeitlich genau passt. Dann mit wenigen Pausen bis Heide durchfahren, dieses Mal ohne Fähren sondern über die nicht ganz billigen Brücken. Diese sind allerdings ihr Geld zumindest einmal wert es ist wirklich beeindruckend über die Brücken zu fahren.

In Heide freue ich mich wie immer alle zu sehen. Isabella wird dieses Jahr eingeschult und ich darf dabei sein. Zusätzlich kommen weitere Freunde aus unserer Schulzeit in Passau sowie alle Großeltern. Es wird also ziemlich voll, und Isabella genießt die Aufmerksamkeit die sie bekommt. Aber auch Katharina kommt nicht zu kurz. Nebenbei wird ein wenig geheimwerkt, ich tausche eine defekte Steckdose aus, repariere ein paar Stühle und wir schleifen den alten Kinderschreibtisch von Knut ab, damit Isabella ihn in neuer Farbe haben kann. Das Wochenende nutze ich wieder für leckere Eisbecher bei Jessika, Isabella und Katharina freuen sich über einen Einhornbecher, den sie aber beide nicht aufessen.

Meine Reifen haben sich kaum verändert, sind alles andere als optimal, jedoch immer noch legal. Wie die Gummimischung sowas mitmacht, ist mir sehr rätselhaft. Was das wohl über die Fahreigenschaften aussagt? Ich mute ihnen auf jeden Fall noch die Fahrt nach Passau zu, dort werden sie aber endgültig gewechselt.

Der erste Schultag kommt und Isabella trägt stolz ihre Astronauten Schultüte die ihr ihre Mama gebastelt hat. Unsere Sorgen ob wir mit zu vielen Leuten zur Einschulung gekommen sind werden am Eingang zerstreut, so lange die Landesregierung keine Einschränkungen verhängt macht die Schule das auch nicht. Ob es sich dabei um den Schulleiter oder den Hausmeister gehandelt hat, wird auch während der offiziellen Veranstaltung nicht wirklich klar, da der Hauptredner sich nie vorgestellt hat. Da er sich selbst mit dem Bundesverkehrsminister verglichen hat, vielleicht doch eher Schulleiter...

Danach geht es nach Hause nach Passau. Es wird mit 900km der längste Fahrtag bisher. Es geht überwiegend auf großen Straßen inklusive einigen Autobahnen zügig vorwärts. Das Garmin macht beim Start komische Dinge, sucht eine Route von Heide nach Passau mit 30000km. Offensichtlich muss man aufgrund der aktuellen Verkehrssituation über Afrika fahren und das sogar mehrfach. Ein Neustart des Geräts bringt keine Besserung, ich bin froh Papierkarten dabeizuhaben. Nach ein paar falschen Abbiegungen findet Garmin bei der Neuberechnung doch eine Route mit unter 1000km. Ein Stau auf der Autobahn bei Hannover bringt das Navi wieder aus dem Takt, es startet sich mehrfach neu, dann ist es auf Werkseinstellungen zurückgesetzt. Ich muss auf einen Parkplatz um alles neu einzustellen. Sicherheitshalber hole ich Googlemaps aufs Handy und suche mir einen Weg der Motorradfreundlich aussieht.

In Bayern erwischt mich dann ein Gewitter, gerade noch rechtzeitig komme ich zu einer Tankstelle um die Regensachen anzuziehen. Jetzt heißt es wirklich vorsichtig fahren, völlig abgefahrene Reifen und heftiger Regen vertragen sich nicht wirklich gut. Noch vor Mitternacht komme ich zu Hause an und gehe in Bett ohne mein Gepäck abzuladen, das hat Zeit bis zum nächsten Tag. Der erste große Reiseabschnitt ist nach knapp 10000km zu Ende und war ein voller Erfolg, jetzt muss ich mir nur noch überlegen was ich als nächstes machen will.