In Heide will ich früh los, es liegen fast 500km Fahrt vor mir. Mit einem guten Frühstück, ein wenig Proviant für die Fahrt und einer Thermoskanne mit Kaffee ausgestattet mache ich mich auf den Weg weiter in Richtung Norden. Nach ziemlich genau 100km verlasse ich Deutschland und man merkt sofort den Unterschied im Verkehr. Auf der Landstraße gilt 80km/h und die Leute halten sich daran. Auch wird der Verkehr schnell weniger. Hier zu fahren ist sehr entspannt, und es gibt sehr häufig am Straßenrand Parkplätze, gelegentlich sehr schön mit Tischen und WC.
Obwohl ich für meine Verhältnisse ungewöhnlich viele Pausen mache, komme ich sehr gut voran. Am frühen Abend erreiche ich Hirtshals und mache mich auf die Suche nach einer passenden Tankstelle. Hier ist es wirklich schwer Super E5 zu finden, und so tanke ich letztendlich Super E10 und hoffe dass ein halber Tank davon gemnischt mit E5 keine Probleme macht. Im Supermarkt hole ich mir noch Was zum knabbern und eine Fertigsauce für Nudeln, schon bin ich 5€ los. Auch das Hotel ist eher einfach und heruntergekommen, kostet aber trotzdem stolze 140€. Immerhin ist Frühstück mit dabei.

Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück direkt zur Fähre, für mich das erste Mal dass ich mit dem Motorrad auf eine Fähre fahre. Die Ankunft ist recht unkompliziert, ich reihe mich hinter ein paar anderen Motorradfahrern ein und wir kommen ein wenig ins Gespräch. Das Motorrad muss man wohl selber verzurren, aber Spanngurte sind wohl verfügbar. Dann gesellt sich noch ein Niederländer mit dazu, und ich bin beeindruckt wie minimalistisch er unterwegs ist. Nur die 3 Aluboxen, keine Tasche extra und trotzdem auf Camping ausgelegt.

Die Fähre kommt an, alle die damit ankommen fahren runter und dann geht es sehr schnell, alle starten die Motoren, wir dürfen als erstes drauf. Die BMW ist schnell verzurrt, und wir begeben uns auf das Deck. Dort setze ich mich zu zwei Schweizerinnen, die mit dem Auto unterwegs sind, und nur 10 Tage eingeplant haben.
In Norwegen angekommen, geht es von der Fähre runter und alle fahren in unterschiedliche Richtung los. Ich fahre nicht mehr sehr weit, nach einer Stunde suche ich mir einen Campingplatz und baue mein Zelt auf, dann gibt es Pasta aus der Camping-Küche. Ein gelungener Einstieg in Skandinavien.
