Das nächste große Ziel ist Montenegro. Auf dem Weg dahin geht es erstmal durch ein kurzes Stück Serbien wieder zurück nach Bosnien in die grenznahe Stadt Visegrad. An der serbischen Grenze werden wir ein wenig belächelt als wir sagen dass wir aus Bosniend kommen in eine bosnische Stadt fahren wollen, aber es gibt trotzdem problemlos den Stempel und wir dürfen einreisen. Der serbische Nationalpark Tara ist ein echtes Motorradparadies. Kleine Kurvenstraßen schlängeln sich durch bewaldete Berge, Verkehr gibt es hier kaum. Viel zu schnell sind wir wieder an der bosnischen Grenze und kurz darauf in Visegrad wo wir eine Nacht Zwischenstopp einlegen.

Zwischenstop in Visegrad
Am nächsten Morgen geht es nochmal durch ein kurzes und sehr abenteuerliches Stück Serbien. Die kleine Grenze schein kaum benutzt zu sein, die Schranke ist verrostet und wurde vermutlich die letzten Jahre nicht mehr bewegt. Wir werden verwundert gefragt wo wir hinwollen, die Antwort "Zabljak" wird aber sofort akzeptiert und wir bekommen unseren Ausreisestempel aus Bosnien. Ein paar Meter weiter wartet der serbische Kollege und weiß bereits wohin wir wollen. Wir wurden wohl angekündigt. Leider gibt es bei der Einreise nach Serbien keinen Stempel. Auf einer immer kleiner und holpriger werdenden Straße geht es in die Berge. Es regnet ein wenig und die Aussicht ist schlecht. Trotzdem ein sehenswerter Weg.Oben auf dem Berg ist die Grenze zu Montenegro. Es regnet und ist kalt, der Grenzbeamte verschwindet mit unseren Pässen in seine warme Hütte. Wir warten im Regen. Nach etwa 10 Minuten kommt er zurück und wir können einreisen. Erst wieder bergab, durch Regen wird die Tara-Schlucht überquert und es geht wieder bergauf. Zabljak ist nur im Winter als Skiort bekannt, doch auch jetzt sinkt das Thermometer fast auf den Gefrierpunkt.

Auf dem Weg nach Zabljak
In Zabljak finden wir nicht sofort unsere Unterkunft, wir fragen ein wenig umher, sind durchgefroren und haben Hunger. Wir fahren zu einem kleinen Restaurant das nicht weit von unserer Unterkunft sein kann, bestellen uns heiße Getränke und kontaktieren den Anbieter per WLAN. Trotz Euro als offizielle Währung gehört Montenegro (noch) nicht zur EU und somit gibt es kein kostenloses Roaming. Die Telekom teilt mir per SMS mit dass wir hier zur teuersten Ländergruppe gehören, deswegen verzichten wir hier auf mobiles Internet. Wir sind erfolgreich mit unserer Unterkunft, jedoch verlieren wir hier von einem Helm eine Halteschraube des Klappmechanismuses. Das fällt natürlich erst ein paar Stunden später auf, doch glücklicherweise hat die Bedienung sie gefunden und wir bekommen sie zurück.
Die Unterkunft ist kalt, die Heizung leistet nicht den gewünschten Effekt. Wir entdecken jedoch eine Pelletsheitzung im Wohnzimmer und heizen richtig ein. Dann machen wir uns auf die Suche nach Essen. Wir gönnen uns ein relativ teures Restaurant, leider schmeckt es Mija nicht so wirklich. Also bestellen wir noch etwas kleines nach, es muss ja schließlich jeder satt werden.

Unser Abendessen