Am nächsten Morgen müssen wir nun früh aufstehen um pünktlich zu Ticabus zu kommen. Die Tickets haben wir praktischerweise bereits am Abend vorher gekauft, sodass es an diesem Morgen recht stressfrei abläuft. Frühstück gibt es dann in der Albrook Mall, direkt beim Busterminal. Sodass wir nachdem unser Gepäck das okay für den Bus bekommen hat, uns eine Mahlzeit aus viel zu süßem Kaffee und Pommes mit Burgern gönnen, mehr war leider nicht verfügbar.

Danach setzten wir uns in den Warteraum vor der Abfahrtsstelle. Dort beobachten wir ein wenig die Menschen um uns herum und unterhalten uns über Gott und die Welt. Als der Bus kommt, können wir unser Gepäck abgeben und stellen im Bus fest, dass unsere Plätze mit Getränken voll sind. Wir nehmen also Mal eine Reihe weiter vorne und da der Bus nicht voll wird ist das auch kein Problem.

Das Essen das es in der "Business Class" gibt ist nicht übermäßig gut, aber es macht satt. Irgendwann fallen die individuellen Bildschirme in den Sitzen aus und der Fahrer legt auf die Monitore im Gang Resident Evil auf. Gut dass wir kleine Kinder mit dabei haben, die freuen sich sehr dass sie FSK18 Filme sehen dürfen.

An der Grenze zu Costa Rica wird nicht zwischen den Ländern kooperiert, erst müssen wir das Gepäck ausladen damit der Zoll von Panama das Gepäck kontrollieren kann, dann räumen wir es wieder in den Bus, holen uns unsere Ausreisestempel und gehen zu Fuß über die Grenze. In Costa Rica holen wir uns dann einen Einreisestempel und warten auf unseren Bus. Dann dürfen wir wieder das gesamte Gepäck ausladen, damit dann ein wenig motivierter Zollbeamter es uns unkontrolliert wieder einladen lässt und wird dürfen weiterfahren. Da es schon mitten in der Nacht ist, schlafen wir bis wir in Costa Rica ankommen.

Dort werden Erinnerungen an 2007 wach, als Florian das erste Mal im Leben in einer Ticabus Station war. Seit dem hat sich nicht viel verändert, sogar der alte Röhrenfernseher ist noch da.

Um 06:00 Uhr kommt der Bus nach Nicaragua, leider keine "Business Class" mehr. Überteuertes Essen müssen wir von einem Straßenhändler kaufen, aber auch die Sitze sind viel schlechter. Und Stoßdämpfer hat dieser Bus gefühlt auch seit 10 Jahren nicht mehr...

Die Grenze nach Nicaragua ist besser organisiert, der Fahrer sammelt alle Pässe ein und wir müssen nur einmal mit unserem Gepäck zum Zoll von Nicaragua. Die durchleuchten wie am Flughafen alle Gepäckstücke. Danach müssen wir ewig auf unserer Pässe warten, die wir dann persönlich von einem Einreisebeamten abholen müssen. Der kontrolliert dabei auch noch halbherzig alle Gesichter, Sonnenbrillen müssen alle abgenommen werden.

Danach geht es ohne Zwischenfälle weiter nach Managua wo wir ganz gut ausgeschlafen ankommen. Unser Gepäck dürfen wir dort allerdings nicht selbst holen, sondern müssen mit unseren Gepäckscheinen warten bis ein Mitarbeiter das Gepäck bringt. Unser Gepäck kommt ganz zum Schluss und es braucht 2 Mitarbeiter um Florians Rucksack hoch zu heben. Da müssen wir das Gepäck natürlich demonstrativ unangestrengt entgegen nehmen.

Jetzt sind es nur noch ein paar Meter zu Fuß zu unserer Unterkunft bei Brenda, Mijas Gastmutter während ihrem FSJ. Trotzdem werden wir von Taxifahrern regelrecht überfallen vor der Tür und wir müssen uns mühsam durch sie durch kämfpen bis wir endlich ankommen, unser Gepäck abladen und ein kaltes Getränk genießen können.