In Puerto La Cruz sind wir bei Freunden von Laura zu besuch, deren Tochter ihren ersten Geburtstag feiert. Mehr zu Puerto La Cruz gibt es im nächsten Eintrag, da wir nach dem Ausflug in den Nationalpark noch ein paar Tage dort sind. Dieser Eintrag gehört also eigentlich in die Mitte des nächsten Eintrags, verdient aber eine eigene Seite.

Ohne Frühstück geht es morgens los. Wir packen das Auto von Lauras Freunden voll mit unseren Sachen und machen uns auf den Weg. Nach ca. eineinhalb Stunden Fahrt durch tolle Landschaft halten wir kurz vor dem Nationalpark um an der Straße zu frühstücken. Es gibt Empanada con Camarones, das sind Teigtaschen aus Maismehl gefüllt mit Schrimps. Kostet nur 1USD und ist super lecker. Dann bringen wir ein paar Sachen in die Unterkunft und schon geht es mit dem Boot los auf eine kleine Insel im Park. Auf der Fahrt sehen wir Delphine in Freiheit, die vergnügt durchs Wasser springen.

Auf dem Weg zur Insel gibt es eine kleine Höhle, in die man reintauchen kann. Der Eingang ist genau auf Wasserhöhe, und so scheint die Höhle mit jeder Welle zu atmen. Drinnen merkt man auch sehr deutlich den ansteigenden Luftdruck wenn der Wasserpegel steigt.

Am Strand angekommen nutzen wir Sonnenschirme und Stühle eines Restaurants und lassen uns ein paar Bier kaltstellen. Selbst mitgebracht haben wir nicht-alkoholische Getränke und genug Süßigkeiten für eine Woche. Leider ist mein Rücken immer noch ein wenig vorbelastet von den vielen Strandtagen zuvor, so bleibe ich im Schatten wenn ich nicht gerade im Wasser bin. Wir sind die einzigen Touristen hier am Strand, es gibt nur ein paar Fischer die sich mit ihren Netzen beschäftigen.

Das Wasser ist kristallklar und mit Schnorchelausrüstung sieht man hier sehr weit. Es gibt ein paar Korallenriffe, bunte Fische, viele Krebse und Seeigel zu sehen. Das Wasser ist hier erstaunlich kalt, deutlich kälter wie auf Margarita, aber bei der Hitze tut das richtig gut. Danach ist auch das bestellten Bier kalt und wir genießen den Strand bevor es wieder zurück geht. In der Unterkunft gibt es dann Spaghetti mit Meeresfrüchten.

Der zweite Tag startet mit einem leckeren Frühstück mit Arepas und wir machen ein paar extra um sie mit an den Strand zu nehmen. Ein paar Minuten Unaufmerksamkeit werden aber von den Katzen der Umgebung schamlos ausgenutzt, und die Arepas gefüllt mich Hühnchen werden gestolen. Also mache ich mich auf den Weg und suche Empanadas, die hier glücklicherweise an fast jeder Ecke verkauft werden. Da ich nicht ganz verstehe welche Sorten es gibt, bestelle ich einfach von jeder zwei und lasse mich überraschen. Für 1USD pro Stück kann man das bedenkenlos ausprobieren und bis jetzt wurde ich hier noch nie enttäuscht.

Das Boot steht schon bereit und es geht in Richtung "Playa Blanca", den "weißen Strand" und auch dort stehen Sonnenschutz und Stühle bereit. Der Strand ist noch schöner wie der vom Vortag, was noch eine andere kleine Gruppe an Touristen anzieht. Aber wir haben alle genug Platz hier, und die wahre Schönheit ist hier unter Wasser zu finden. Mit Schnorchelausrüstung geht es wieder ins Wasser und es gibt eine noch größere Vielfalt an Unterwasserlebewesen zu entdecken. Hier ärgere ich mich wirklich, dass ich die Wasserdichte Hülle von meiner Kamera in Deutschland vergessen habe. Es gibt Seeigel größer wie Fußbälle, kleine und große Fische, Kugelfische die super langsam sind, und viele Korallen.

Dieser Tag ist leider deutlich kürzer, wir müssen die Unterkunft räumen und wieder zurück fahren. Das Boot holt uns am frühen Nachmittag wieder ab, wir packen unsere Sachen und es geht wieder zurück nach Puerto La Cruz. Der ganze Ausflug für alle zusammen inklusive Unterkunft und Bootstouren für 140USD geht hier absolut in Ordnung. Ein toller Ausflug an den ich mich noch lange erinnern werde!