Die Zeit für Erholung am Meer ist leider vorbei, der Urlaub neigt sich dem Ende zu. Deswegen stehen heute 600km Autobahn auf dem Plan, bis hinter den Großglockner wollen wir heute noch kommen. Wir packen unsere Sachen, tanken nochmal und es geht los auf die Autobahn. Auf halben Weg nach Zagreb machen wir kurz Pause und wollen an einer Raststation die Vignette für Slowenien kaufen. Leider ausverkauft. Selbes Ergebnis an der nächsten großen Raststation. Ab jetzt fahren wir jede Tankstelle an, doch bis hinter Zagreb bleiben wir erfolglos. Langsam mache ich mir Sorgen, denn irgendwann verpasst man die letzte Möglichkeit von der Autobahn abzufahren und die Strafen für Fahren ohne Vignette sind empfindlich. Kurz vor der Grenze beschließe ich die nächste Abfahrt von der Autobahn abzufahren und im nächsten Ort weiterzusuchen. Da taucht eine kleine unscheinbare Tankstelle auf, und ich kann kaum glauben dass wir hier wirklich unsere Vignette bekommen. Zur Belohnung machen wir hier den Tank auch nochmal voll, damit kommen wir dann sicher bis nach Österreich.
Die Autobahnfahrt verläuft unspektakulär, erst bei Spittal an der Drau geht es wieder auf eine schöne Landstraße. Ich genieße wieder echte Kurven vor mir zu haben während die Sonne langsam untergeht. Kurz vor dem Großglockner halten wir und suchen nach einer Unterkunft auf der andere Seite. Wir finden ein schönes Hotel, buchen und fahren zur Schranke der Großglockner Hochalpenstraße. Nur noch eine halbe Stunde darf man jetzt reinfahren. Die Dame an der Kasse braucht unser 30 Tage Ticket, das leider tief in unserem Gepäck versteckt ist. Beim letzten Mal hat es ja auch per Kennzeichen funktioniert, aber die Dame meint auf dieser Seite geht das nur bei Autos, es gibt hier keine Leser von hinten. Eine Möglichkeit das Kennzeichen von Hand einzugeben gibt es nicht. Ich fange also an das Gepäck zu durchsuchen bis die Dame Mitleid mit uns hat und wir durchfahren dürfen.
Es ist schon dunkel als wir beim Hotel ankommen. Wir checken ein und haben nur noch eins im Sinn. Wir haben Hunger! Die Küche ist fantastisch und wir gönnen uns ein würdiges Abschiedsessen von unserer Tour.

Der "kleine Beilagensalat" reicht bei kleinem Hunger schon als ganzes Essen

Hauptspeise muss trotzdem noch sein
Der letzte Morgen auf dieser Reise beginnt neblig, doch am Großglockner kommt wohl die Sonne durch. Nach einem ordentlichen Frühstück das immerhin bis Passau reichen muss geht es nochmal auf den Großglockner. Der Tank ist relativ leer und zügiges Bergauffahren lässt die Restreichweite schnell sinken. Oben angekommen leuchtet mir die Reserve entgegen. Was solls, so eine GS Adventure sollte schon noch ein paar Kilometer schaffen.

Nebel über dem Großglockner
Ein letztes Mal die grandiose Aussicht genießen, sich zurückerinnern an die Schneelandschaft bei der Anreise die jetzte einer Herbstlandschaft gewichen ist. Der Großglockner ist doch immer eine Reise wert. Danch geht es über Landstraßen wieder nach Passau. Ein toller Urlaub ist wie immer viel zu früh zu Ende.

Herbstlandschaft am Großglockner