Der Morgen des Aufbruchs ist von kurzen aber heftigen Regenschauernd durchzogen. Wir packen unsere Sachen und bringen in den kurzen Regenpausen einzelne Gepäckstücke zum Motorrad um dann schnell wieder im Haus zu verschwinden. Nachdem alles gepackt ist warten wir im Appartment den Regen bei Netflix ab, bevor es dann bei strahlendem Sonnenschein an der Ostküste von Istrien nach Norden geht.

Die gebuchte Unterkunft ist sehr einfach, dafür aber günstig und direkt am Eingang vom Nationalpark gelegen. Der Weg dahin geht auf kleinsten Straßen in die Berge und je weiter es hoch geht umso herbstlicher wird das Farbenspiel der Bäume. Auch die Temperaturen werden herbstlich, was aber dank Griffheizung kein großes Problem ist.
Die nächsten Tage sind alle mit viel Regen angekündigt, trotzdem machen wir uns auf den Weg in den Nationalpark. Am Eingang erkundigen wir uns nach den Wegen und wie das Wetter voraussichtlich so wird und kaufen unsere Eintrittskarten. Obwohl uns nahegelegt wurde dass die große Route zu lange dauert für einen Tag und es schon nach 11 Uhr ist versuchen wir unser Glück. Das Wetter ist bewölkt aber es bleibt erstmal trocken. Die Wege sind gut gepflegt und auch in den Kartendaten von OpenStreetMap enthalten.

Kurz vor dem Gipfel wird es sehr nebelig, die versprochene Aussicht nach Slowenien ist eine weiße Wand. Aber bei so einem pessimistischen Wetterbericht freuen wir uns dass wir immer noch trocken sind. Entsprechend gut ist die Laune vor dem letzten Aufstieg. Nicht nur sind wir trocken geblieben, wir sind auch so gut in der Zeit dass die vollständige Runde kein Problem sein dürfte.

Dann wird der Weg aber tatsächlich anspruchsvoll und sehr anstrengend. Dazu kommt ein starker Wind, der vor allem an den exponierten Stellen viel Balance fordert. Trotzdem sind wir fest entschlossen es bis ganz nach oben zu schaffen und dort unsere mitgebrachte Brotzeit zu genießen. Oben angekommen sind wir im tiefen Nebel und machen Pause. Gerade wie wir mit dem Abstieg beginnen, macht der Himmel ein wenig auf und gibt kurze Blicke nach Slowenien frei.

Auf halber Strecke zurück holt uns dann doch der Regen ein. Erst sehr kurz und hat sich kaum rentiert meine GoreTex Jacke auszupacken. Aber die letzte Stunde kommt ein heftiger Platzregen und meine Hose ist nach kurzer Zeit völlig durchnässt. Definitiv mein Fehler, wieso habe ich auch die GoreTex Hose zu Hause gelassen. Einen Verbesserungsvorschlag habe ich trotzdem für die Jacke von Stadler: Eine Kapuze zum anklippen wenn man die Jacke abseits des Motorrads als Regenjacke nutzt.