Nach dem Frühstück geht es zum Tara-Canyon, der größte Canyon in Europa und zweitgröße weltweit nach dem Grand-Canyon in den USA. Über diese Brücke sind wir gestern schon gekommen, wegen des schlechten Wetters aber nicht zum Fotografieren stehen geblieben. Heute ist es kaum besser, aber die letzte Chance also machen wir kurz halt.

Brücke über den Tara-Canyon
Danach geht es durch schöne Bergstraßen richtung Podgorica, der Hauptstadt von Montenegro. Am Canyon entlang sind wir erst fast alleine auf der Straße, danach wird der Verkehr dichter und die Überholmanöver der Einheimisch schockieren mich immer wieder. Wir kehren für einen kleinen Snack und einer kleinen Aufwärmpause an der Straße in ein kleines Gasthaus ein. Kurz darauf kommt die Polizei mit zwei Männern und füllen Papierkram aus. Ein etwas später kommender Abschleppwagen deutet darauf hin dass es einen Unfall gab. Auf dem weiteren Weg nach Podgorica sehen wir noch zwei weitere Unfälle, bei einem davon sind die Autos völlig zerstört. in der Hauptstadt angekommen gibt es das zweite mal ein Problem mit der Unterkunft. Das von uns gebuchte Appartment entspricht so gar nicht der Beschreibung auf Booking und nach langer Diskussion lässt uns der Inhaber kostenlos stornieren. Es ist schon spät und wir sind erschöpft, also wollen wir jetzt etwas ordentliches buchen. Zufällig finden wir ein guten Angebot in einem noblen Wellness Hotel und schlagen sofort zu. Dort angekommen werden wir zwar erst etwas komisch angekuckt ob die zwei nassen und nicht ganz sauberen Motorradfahrer wirklich hierher gehören, aber wir bekommen eine Luxussuite mit 3 Zimmern + Küche und Bad. Auch Bella findet Platz auf dem privaten und geschützen Parkplatz hinter dem Hotel. Wir duschen und ziehen uns um, danach hilft uns die Dame an der Rezeption bei unserer Suche nach einer Waschmaschine. Wir können unsere gesamte Wäsche waschen, in der Zwischenzeit erholen wir uns im Schwimmbad mit Sauna.
Nach einem großartigen Frühstück packen wir wieder alles zusammen und machen uns auf den Weg Richtung Küste. Heute spielt auch das Wetter wieder mit und das Navi verspricht eine wunderschöne Straße über eine Bergkette. Bestens gelaunt geht es los und auf dem Berg oben eröffnet sich ein wunderbader Blick auf die Bucht von Kotor. Kein Wunder dass hier der Touristen Hotspot des Landes ist.

Bucht von Kotor
Die Abfahrt gestaltet sich allerdings äußerst frustrierend. Die Straße ist kaum breit genug für zwei Autos, dennoch fahren in beide Richtungen große Reisebusse. Die gesamte Abfahrt ist Stau, nur alle paar Minuten können wir wenige Meter rollen. Zwischenzeitlich schauen wir zu wie die Leute beim Ausweichen ihre Autos anecken und kaputt machen. Irgendwann kommen wir unten an und fahren durch Kotor. Wir haben uns ein Hotel in Herceg-Novi am anderen Ende der Bucht gebucht. Weniger Touristen und günstiger ist es auch. Das einchecken ist unproblematisch, auf dem Zimmer steht selbstgemachter Wein und Kiwi-Schnapps. Nicht super günstig, aber wir sind neugierig und lassen uns solch eine lokale Spezialität nicht entgehen. Gegessen wird hier unter Kiwis, was dem ganzen ein schönes Flair verleiht.

Im Garten werden Kiwis angebaut
Frühstück gibt es hausgemacht und sehr lecker, für anderes Essen bestellt die Hausherrin für uns bei einem Pizzadienst. Es gibt einen kleinen Pool der eiskalt ist, dafür kann man sich daneben in den Sonnenstühlen wieder aufwärmen. Dahinter liegt gleich das Meer mit Blick auf die Berge. Hier entspannen wir uns ein paar Tage.

Vom Zimmer sieht man Pool, Meer und Berge