Die Anfahrt Richtung Plitvicer Seen geht weitestgehend auf kleinen Straßen durch Wald. Das Wetter meint es wieder gut mit uns, bei Sonnenschein und ein paar Wolken genießen wir die Farben des Herbst, die Richtung Süden wieder mehr Grüntöne haben.

Die Familie der neuen Unterkunft ist super nett, das Appartment sehr liebevoll eingerichtet, es gibt Hunde und Katzen, vor der Haustüre Obstbäume an denen wir uns bedienen dürfen und Schaukeln im Garten für das Kind in mir. Außerdem haben die Hunde gerade drei kleine Welpen bekommen. Dann geht es noch in den Nachbarort wo es einen großen Supermarkt gibt und nach dem Einkaufen zaubert der Sonnenuntergang tolle Farben in den Himmel.

Einen Tag geht es dann zu einer Landschaft aus Bächen und Wasserfällen bei Slunj, die ohne Eintritt besucht werden kann. Nur wer ganz nah ran und durch einen Höhle spazieren will muss dafür bezahlen. Die Gegend wurde früher für wasserbetriebene Mühlen benutzt, heute ist es vor allem eine Touristenattraktion mit vielen kleinen Gasthäusern die alle die beste Aussicht versprechen.

Die Tickets für den Nationalpark muss man vorher online kaufen und sind sehr begrenzt, deswegen müssen wir uns noch einen Tag anders beschäftigen. Der Kaufprozess ist eher frustrierend, die Website sehr fehlerhaft programmiert, trotzdem bekommen wir unsere Tickets für den nächsten Tag. Bis dahin erkunden wir einen kleinen Fluss an dem bis zur Quelle gehen kann. Die Anfahrt wäre für normale Straßenmotorräder schon kaum zu schaffen, und das Garmin schlägt vor einfach in die Büsche abzubiegen. Lieber folge ich der schlechten Straße bis es einen echten Parkplatz gibt und wir gehen zu Fuß zum Fluss. Definitiv die richtige Entscheidung, selbst wenn ich es auf dem Weg heil bis unten geschafft hätte, ich wäre nicht mehr zurück gekommen.

Es geht endlich in den Nationalpark zu stark vergünstigten Preisen in einer Aktionswoche zum Herbst. Wir machen die zweitgrößte Runde im Park, für die größte sollte man sehr früh starten. Die Landschaft ist wirklich beeindruckend, und der Andrang hält sich tatsächlich sehr in Grenzen. Nur an ein paar besonderen Stellen stauen sich die Besucher auch jetzt noch. In der Hochsaison muss das der Alptraum sein. Wir haben jedoch Glück, das Wetter ist perfekt, auf der langen Route sind kaum Leute unterwegs, die meisten bevorzugen die Routen wo viel mit Schiffen und Bussen gefahren wird. Eine kleine Schifffahrt ist aber auch bei uns dabei und sowohl Schiffe wie auch die Busse sind im Eintrittspreis enthalten.