Der Weg nach Nordmazedonien verläuft durch die Berge und da ich Garmin die Autobahn verboten habe ist die Streckenführung richtig schön. Ein paar Mal bleibe ich am Straßenrand stehen um die Landschaft zu genießen. Auf diese Idee ist auch ein Albaner gekommen, der hat sein Auto einfach in der Mitte der Straße abgestellt. In Albanien gibt es scheinbar keine Verkehrsregeln, zumindest werden kaum welche beachtet.

Kurz vor der Grenze nach Mazedonien fängt es leicht zu regnen an und die Temperaturen sind nur noch einstellig. Jetzt ist es wirklich Zeit die Griffheizung voll aufzudrehen. An der Grenze gibt es keine Probleme, nur ich werde diskriminiert und bekomme keinen Stempel in meinen Pass. Nach der Grenze scheint es plötzlich wieder Verkehrsregeln zu geben, bei einem Zebrastreifen bleiben Autos tatsächlich stehen, Ampeln dienen der Verkehrsführung und nicht nur als hübsche Beleuchtung, nur Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Baustelle erfahren wenig Aufmerksamkeit.

Die Unterkunft ist leicht zu finden, in der Willkommensmail sind die GPS Koordinaten enthalten. Eine nette und wirklich hilfreiche Idee. Das Appartment ist ziemlich neu, das Gebäude wurde dieses Jahr erst fertig gebaut und im Kühlschrank wartet lokales Bier auf uns. Wir sind durchgefroren und haben echt Hunger, so suchen wir uns einen Burgerladen mit guten Bewertungen und werden nicht enttäuscht.

Mit dem Motorrad geht es in den Galicica Nationalpark. Die Bergkuppen sind schon alle mit Schnee gezuckert, auf der albanischen Seite sind Berge mit echten Schneekuppen zu sehen. Sollte es die nächsten Tage zum Schneien anfangen, kommen wir hier erstmal nicht mehr weg. Aber wird schon gut gehen! Mittendrin behauptet ein einsamer roter Kreis am Straßenrand dass wir hier nicht mehr weiterfahren dürfen, und da wir keinen Ärger wollen bleiben wir stehen und gehen zu Fuß weiter. Eine schöne Aussicht gibt es auch ohne Straße.

Ein Rundgang durch die Altstadt darf natürlich auch nicht fehlen. Leider kostet fast alles hier Eintritt, vor allem jede Kirche und die Burg. Für einen kurzen Blick zu teuer, da spazieren wir lieber ein wenig im Park und am See entlang. Am Seeufer gibt es eine kleine Kapelle die keinen Eintritt kostet und auch sehr hübsch ist. Ein wenig Entspannung gibt es in einem italienischen Restaurant mit Cappuccino und Tiramisu.