Nach Inselaufenthalt geht es Richtung Panama City. Der Weg dauert allerdings über 12 Stunden mit der einstündigen Bootsfahrt ans Festland. Ein Couchsurfer hat uns aber schon zu Beginn der Reise eingeladen ihn zu besuchen und der wohnt in dem Ort wo wir sowieso umsteigen müssen. Noch auf der Insel schreiben wir ihm ob das Angebot noch steht und er Zeit hat. Er hat Zeit und ist bis Nachmittag an der Uni. So wie der Verkehr hier läuft kommen wir aber sowieso nicht früher an.
Wir nehmen das Boot um Mittag, das reicht wenn wir nicht bis Panama City durch fahren wollen und haben so keinen Stress. Der Fahrer hat es wie immer eilig und lässt auch hier 200 PS arbeiten, auch wenn wir dabei auch über kleine Wellen springen. Ich mache mir nur leichte Sorgen dass das Gepäck hinten rausfliegen könnte, sonst finde ich die Fahrt hervorragend. Am Festland angekommen ist auch unser Gepäck noch da und werden wie so oft von Shuttle- und Taxifahrern überfallen. Einer wirkt davon halbwegs vertrauenswürdig und gibt uns Infos die so auch im Reiseführer stehen, also hören wir dem zu. Er organisiert uns ein Taxi das uns für 2$ zum Busterminal bringt und von da aus rät er uns mit dem normalen Bus zu fahren, da das am billigsten ist. Für seine Bemühungen bekommt er 1$ und so machen wir es auch. Der Bus ist leider sehr überfüllt, bringt uns aber gut nach David. Dort treffen wir uns mit unserem Gastgeber am Terminal und fahren mit ihm zu seinem Haus.
Bei ihm angekommen richtet er uns unser Zimmer her und erklärt uns, dass das Haus ein wenig baufällig ist und was wir beachten müssen. In unserem Bad dürfen wir duschen, aber das Klo dort funktioniert nicht. Dafür müssen wir ins andere Bad, aber dort gibt es kein Licht. WLAN gibt es leider auch nicht weil er sich sein Studium selbst finanziert und nicht viel Geld hat. Wir kaufen noch eine Kleinigkeit zum Essen im Supermarkt um die Ecke und dann kommt noch ein Couchsurfer. Der ist mit dem Motorrad unterwegs und kommt aus Argentinien. Er will bis Alaska kommen und hat auch mehrere Monate dafür geplant.
Wir kochen ein Abendessen und planen wie wir weiter machen. Eigentlich wollten wir in einen Nationalpark ein paar Stunden vor Panama City, aber da es stark regnet und für die nächsten Tage keine Verbesserung gemeldet ist beschließen wir gleich nach Panama City zu fahren. Wir suchen bei Airbnb eine schöne Unterkunft und buchen schon mal zwei Nächte.
Am nächsten Tag ist das Wetter wie erwartet immer noch sehr schlecht. Wir machen uns Frühstück und dann geht es zum Busterminal. Dort bekommen wir die besten Plätze im Bus - oben ganz vorne. Da gibt es nicht nur eine tolle Aussicht in alle Richtungen sondern auch noch mehr Beinfreiheit. Der Bus ist klimatisiert und wie eigentlich immer viel zu kalt. Nach einer kleinen Essen/Klo Pause kommen wir abends in Panama City am großen Terminal an. Das kennen wir ja noch vom Anfang unserer Reise. Von dort geht es mit der Metro zu unserem Airbnb, das wir leider mangels Hausnummern nicht sofort finden. Allerdings kommt der Vermieter und holt uns von der Straße ab.
Die Wohnung ist sehr schön, unser Zimmer hat eine Klimaanlage, wir haben ein eigenes Bad, es gibt eine Waschmaschine und einen Trockner, nur das WLAN ist furchtbar langsam und der Laptop kann sich nicht damit verbinden. Trotzdem sind wir erstmal froh dass wir gut in Panama City angekommen sind.