Die nächsten Tage stehen ganz unter dem Motto "Winnetou". Schon beim Losfahren bewundern wir wieder die tolle Aussicht auf die Berge. Es gibt noch die alten Verbindungswege durch die Berge als schöne Alternative zu den breiten Straßen. Völlig ungeteert schlängeln sich die Serpentienen durch alte und noch immer ungeräumte Mienenfelder, der Weg am Abhang nur schlecht gesichert. Am Wegrand gedenken noch Ruinen an den blutigen Krieg in Jugoslawien.

Schotterwege durch die Berge

Ruinen am Wegrand

Danach machen wir uns auf die Suche nach dem "Rio Pecos" wo Old Shatterhand gegen Winnetous Vater kämpft um durch ein Gottesurteil seine Unschuld zu beweisen. Dabei findet das Navi wieder schöne kleine Wege fern ab der Zivilisation.

Wege perfekt fürs Motorrad

Wir folgen dem Navi weiter auf einer Route die uns zum Fluss bringen soll. Es geht weiter durch Berglandschaft, das Ziel schien nicht in der Nähe zu sein. Nach ein paar fragwürdigen Streckenabschnitten sollen wir in einen kleinen Fußweg einbiegen. Es gibt immerhin kein Verbotschild, also versuchen wir unser Glück. Immerhin steht das "G" der BMW GS für Gelände. Der Weg wird immer schmaler bis er ganz verschwind. Für Bella aber alles kein Problem, die Fahrt macht richtig Spaß. Am Ziel angekommen geht es wirklich nicht mehr weiter. Was auch immer TomTom da für einen "Weg" in seinen Karten vermerkt hat endet hier. Die Aussicht ist zwar wunderschön, aber leider ist es der falsche Fluss.

Ab hier geht es nur noch bergab

Hier ist der Weg endgültig zu Ende

Aussicht auf den Fluss, nur leider der Falsche

Auch zurück sucht das Navi spannende Wege die bestenfalls in einer Wanderkarte verzeichnet sein sollten, mit der BMW ist das allerdings Fahrspaß pur! Es geht zurück ans Meer wo wir eine schöne Bucht suchen, die wir zuvor von der anderen Seite des Fjords gesehen haben. Wir fahren abermals über grobe Schotterwege und kommen an einer wunderschönen kleinen und einsamen Bucht heraus. Die Abfahrt war zum Wasser war steil und holprig, unten angekommen fährt sich Bella im groben Kies fest. Ob ich Bella da wieder unbeschadet hoch bekomme? Ein Offroad-Training wäre wohl sinnvoll gewesen. Aber das sind Probleme für nach dem Baden. Erstmal schön abkühlen und die Einsamkeit genießen.

Einsame Bucht zum Baden und erholen

Zurück schaue ich mir erstmal zu Fuß den Weg genauer an und versuche das kleinste Übel an Hindernissen zu finden. Einen schönen Weg gibt es nicht und zurück muss ich ja. Ich erinnere mich an die alte Offroad-Weisheit "Wenn es schwierig ist viel Gas geben, wenn es sehr schwierig ist sehr viel Gas geben". Die Fahrt ist erfolgreich und macht auch noch Spaß. Da es schon Spät ist und man sein Glück auch nicht überstrapazieren muss, verzichte ich auf eine zweite Runde und es geht zurück. Das Ende eines wundervollen Offroad-Tages.

Der Weg zurück ist nicht einfach

Der Tag geht zu Ende

Nach einem Erholungstag am Meer ist das nächste Ziel die Krka Wasserfälle, ein weiterer Drehort der Winnetou Reihe. Doch zuvor muss noch der "Rio Pecos" gefunden werden. Eine kurz Internetrecherche bringt den entscheidenden Hinweis wo wir hin müssen. Also geht der erste Abstecher dorthin. Auf dem Weg dorthin lernen wir die berüchtigten Fallwinde in Kroatien persönlich kennen. Man kann nur langsam fahren und auch geradeaus ist man die meiste Zeit in Schräglage. Die Anstrenung wird jedoch mit einem perfekten Ausblick auf unser Etappenziel belohnt.

Der Rio Pecos

Danach geht es zur neuen Unterkunft, wo wir das Gepäck abladen und fahren gleich weiter zu den Wasserfällen. Der Eintritt ist nicht gerade günstig, was aber offensichtlich dem Antrang keinen Abbruch tut. Wir bezahlen und verzichten auf den Shuttelbus und gehen den schönen Wanderweg ins Tal. Die Landschaft ist wirklich unglaublich, es gibt kleine und große Wasserfälle an jeder Ecke. Am Ende des Rundgangs kann man dann auch baden, was die meisten auch ohne zu zögern nutzen. Leider viel zu oft frisch mit Sonnenschutz eingeölt, was dann sichtbare Schlieren am Wasser hinterlässt. Kein Wunder dass darüber diskutiert wird das Baden hier zu verbieten.

Idyllische kleine Wasserfälle wohin man schaut

Wunderschönes Becken zum Baden

Auch wir genießen das kühle Nass, selbstverständlich ohne Sonnencreme. Die Zeit verging viel zu schnell, und so müssen wir schon bald den Park wieder verlassen. Wir entschließen uns für den Rückweg den Shuttel zu nehmen und warten an der Haltestelle. Den Abend lassen wir bei leckerem aber vergleichsweise teurem Abendessen ausklingen.

Ein würdiger Abschluss unserer Suche nach Winnetous Spuren