Heute ging's auf und in den Vulkan El Boqueron von San Salvador. Erste Aufgabe - Hinkommen! Ein bisschen rumtelefonieren und es stellt sich raus, dass ich zuerst nach Santa Tecla zum Parque Daniel Hernandez muss und von dort aus mit einem weiteren Bus zum Vulkan. Also auf zur Bushaltestelle und los geht's nach Santa Tecla. Kurz darauf komme ich dort an und muss nur noch den richtigen Bus zum Vulkan finden. Einmal um den Park laufen und schaun wo es danach aussieht dass Busse fahren. Dauert nur ein paar Minuten und es kommt ein Bus mit der Aufschrift "Volcan" und die richtige Nummer hat er auch, der sollte passen. So geht's aus der Stadt raus und immer weiter aufwärts. Die Straße wird immer kleiner und irgendwann heißt es aussteigen, der Bus dreht um. So geht es den Rest zu Fuß weiter.

Beim Fotografieren der Straße gibt's auch schon die erste Enttäuschung: Die Kamera meldet ERR99 und weigert sich weitere Bilder zu machen. Erster Versuch: Ausschalten, Einschalten, fotografieren. Die Kamera löst aus und das gleiche Spiel wieder. Nach längeren Versuchen hab ich rausgefunden dass die Kamera das nur mit diesem Objektiv hat und nur bei kleinen Brennweiten; also kann es weiter gehen und ich kann auch weiter Fotos machen. Vor dem Park hat man einen schönen Überblick über die Stadt.

Nachdem ich erstmal ganz unauffällig versuche beim Ausgang reinzugehen, werde ich schnell aber sehr nett aufgefordert, dass der Eingang wo anders ist und ich einen Dollar Eintritt bezahlen muss. Erstmal drinnen gabelt sich nach kurzem der Weg und ich steh vor folgender

Natürlich gehe ich links und bin überrascht was hier als schwieriger Weg gilt. Der andere hat wahrscheinlich einen Aufzug oder sowas in der

Todesmutig wage ich den Aufstieg und schon nach ein paar Minuten auf diesem heiklen Weg werde ich mit einem überwältigenden Ausblick belohnt. Als wäre es der Ausblick alleine nicht schon wert den Vulkan zu besteigen, gesellen sich auch noch ein paar Raubvögel dazu und zeigen was sie können.

Der Weg in Richtung Ausgang geht von einem Aussichtspunkt zum nächsten schön um den Krater rum. Nach dem 3. Aussichtspunkt geht es auf der einen Seite zum Ausgang, auf der anderen Seite weiter zu einem 4. Aussichtspunkt. Selbstverständlich will ich mir das nicht entgehen lassen, außerdem will ich ja auch noch einen Weg in den Krater finden. Nach dem 4. Aussichtspunkt gibt es auch Schilder die einen frei übersetzt dazu einladen den Krater zu besichtigen und einem viel Vergnügen wünschen. So einer Einladung folge ich natürlich gerne.
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Der Weg macht einen guten Eindruck, ich bin sicher nicht der Erste der hier den Abstieg wagt. Leider dauert es nicht lang und der Weg verzweigt sich, keine weiteren Schilder. Da ich so schnell wie möglich in den Krater will, nehm ich einfach mal den der am steilsten nach unten geht. Das ist leider auch nicht die einzige Verzweigung, aber diese Taktik bringt mich immer weiter nach unten, bis der Weg durch Stacheldraht verbaut ist. Daneben geht es ohne Weg weiter abwärts, doch dieser Weg wird schnell zu schwierig um ihn mit einer Kamera in der Hand weiterzugehen. Die Sonne brennt erbarmungslos herunter, es gibt nur wenig Schatten und zu trinken hab ich auch nichts dabei. Hier endet wohl dieser Versuch und ich muss ein andermal wieder kommen um ganz in den Krater zu kommen.
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Da bleibt mir nur noch der deutlich anstrengendere Aufstieg zur Aussichtsplattform, um von dort aus wieder zum Ausgang zu kommen. Bei den meisten Verzweigungen bin ich mir ziemlich sicher von wo ich gekommen bin, bei den restlichen hatte ich Glück und so kam ich völlig naßgeschwitzt wieder heil oben an. Auf dem Weg zur Bushaltestelle nehm ich jeden Laden mit um mir zuerst eine Cola, dann eine Flasche Orangensaft und zum Schluss noch einen Liter Wasser zu holen. Schon geht es mir wieder besser und ich bin versucht sofort noch einmal den Abstieg zu versuche. Aber da es schon spät ist und es hier sehr schnell dunkel wird verschiebe ich das doch auf wann anders.
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